Das schweizerische Aufsichtssystem kennt für den Parabankenbereich die gesetzlich und behördlich gelenkte Selbstregulierung. Dabei sieht die Konzeption des schweizerischen Bundesgesetzes über die Bekämpfung der Geldwäscherei (GwG) und der Terrorismusfinanzierung im Finanzsektor vor, dass die Finanzintermediäre im sogenannt "übrigen Finanzsektor" (oder Parabankensektor) die Möglichkeit haben sollen, Organisationen zu schaffen, welche die Umsetzung der Pflichten gemäss Geldwäschereigesetz für ihren Bereich konkretisieren, deren Einhaltung durch ihre Mitglieder kontrollieren und bei Zuwiderhandlungen Sanktionen und Massnahmen verhängen. Vor diesem Hintergrund übt der VQF gegenüber seinen Mitgliedern gesetzlich vorgesehene aufsichtsrechtliche Funktionen aus.

 

pdf Ausführlichere Beschreibung des Aufsichtssystem in der Schweiz (18 KB)

 

Als unabhängiges und ganzheitliches Kompetenzzentrum für Compliance ist der VQF neben seiner Funktion als Selbstregulierungsorganisation nach Geldwäschereigesetz auch eine Branchenorganisation für unabhängige Vermögensverwalter (nachfolgend: "BOVV") mit von der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (FINMA) seit dem 23. April 2009 offiziell anerkannten "Verhaltensregeln (Standesregeln) in Sachen Ausübung der Vermögensverwaltung".

 

In diesen Verhaltensregeln (Standesregeln) der BOVV VQF werden die Pflichten des Vermögensverwalters geregelt, die dem Schutz des Anlegers dienen sollen. Hierunter fällt insbesondere das, was ein Vermögensverwaltungsvertrag beinhalten und wie der Vermögensverwaltungsvertrag umgesetzt werden muss (Treue-, Informations-, Sorgfaltspflichten des Vermögensverwalters gegenüber dem Kunden, Regelung der Entschädigung des Vermögensverwalters).

 

Die der BOVV VQF angeschlossenen Vermögensverwalter werden gemäss den Mindestvorgaben der FINMA zur Aufsicht geprüft und es werden den Mitgliedern der BOVV VQF bei Zuwiderhandlungen entsprechende Sanktionen und Massnahmen verhängt.